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Bias von Werkerassistenz für Menschen mit Beeinträchtigungen
Die Re-Humanisierung industrieller Arbeit hat sich zu einem zentralen Schwerpunkt in der For-schung zu Industrie 4.0/5.0 entwickelt, wobei der Fokus auf der Stärkung menschlicher Arbeits-kräfte inmitten fortschreitender Automatisierung liegt. Ein Paradebeispiel für diesen menschen-zentrierten Ansatz bildet die Unterstützung von ArbeitnehmerInnen mit Beeinträchtigungen durch digitale Werkerassistenzsysteme. Diese Technologien sollen die Produktivität steigern, um so die Integration von Menschen mit Beeinträchtigungen in industrielle Tätigkeiten zu för-dern. Aber können sie die Arbeitserfahrung wirklich verbessern? Diese ethnographische Studie präsentiert Erkenntnisse aus zwei Jahren Entwicklung und Anwendung von Augmented Reality in einer geschützten Holzwerkstatt. In diesem Zeitraum wurden über 30 Technologie-Sessions und Interviews mit ArbeitnehmerInnen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen durchgeführt. Unsere Erfahrungen stellen die Schilderung der industriellen Forschung infrage, insbesondere die Annahme, dass digitale Werkerassistenz als „Enabling Technology“ dienen, um ihnen „bes-seres“ Arbeiten zu ermöglichen. Wir reflektieren darüber, wie dies unser Verständnis von sinn-voller technologischer Unterstützung für Menschen mit Beeinträchtigung verändert hat. Durch eine kritische Auseinandersetzung mit den Rollen von Industrietechnik, der Mensch-Computer-Interaktion (HCI) und assistiver Technologien soll gezeigt werden, wie Forschung die Arbeitser-fahrung von Beschäftigten mit Beeinträchtigungen verbessern kann.
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